Sven Warnack neuer Wachenleiter in Sulz

Sven Warnack bekleidet ab sofort das Amt des Wachenleiters der Rettungswache Sulz. Er hat im Rettungsdienst Rottweil vor einigen Jahren die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert, kennt sich also in unserem Bereich bestens aus. Wir wünschen ihm in seinem Amt alles Gute!

Intraossärsystem EZ-IO in Rottweil

Die EZ-IO beim Versuch am Schweineknochen - hier durch den Rettungsassistentne Marcus Günther

Seit vielen Jahren gilt der Intraossärzugang als Zugangsweg der zweiten Wahl in das Gefäßsystem. Dabei handelt es sich um folgendes: Notfallpatienten benötigen neben Infusionen häufig Medikamente, die direkt in die Venen injiziert werden müssen. Das ist jedoch gelegentlich schwierig, vor allem im Rahmen von Reanimationen (Wiederbelebungen). Daher gibt es seit einigen Jahren Hilfsmittel, um Kanülen in den Knochen der Patienten einzubringen - das hört sich für Laien martialisch an, funktioniert aber sogar bei wachen Patienten, die dabei über weniger Schmerzen klagen als bei der Punktion einer Vene am Handrücken.
Im Landkreis Rottweil haben wir bisher die sogenannte BIG eingesetzt, ein System mit Federspannung, das die Kanüle in den Knochen hineinschießt. Mit den Ergebnissen waren wir nicht immer zufrieden, liegen aber exakt in der Statistik. Besserung erwarten wir uns von der EZ-IO. EZ steht in diesem Fall für easy, also leicht. Die Bohrmaschine fräst die Kanüle exakt in den Knochen und gestattet dem Anwender ein Gefühl für die korrekte Lage. Im Rahmen eines Qualitätszirkels sind jetzt Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter auf das Gerät geschult und offiziell eingewiesen worden. Zu Schulungszwecken wurden Schweinebeine benutzt, die strukturell Menschenknochen ähnlich sind.

Zwei neue Fahrzeuge in Rottweil

NEF und RTW Rottweil

Gleich zwei Fahrzeuge hat die Rettungswache Rottweil in Dienst gestellt. Links das neue Notarzteinsatzfahrzeug, wie die beiden anderen im Landkreis endlich auch mit Allradantrieb. Ansonsten unterscheidet es sich von den NEF Oberndorf und Schramberg nur durch den Blaulichtbalken in LED-Technik.
Der neue RTW hingegen stellt eine wesentliche Verbesserung für die Patienten und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungswache dar, weil das Fahrzeug wesentlich besser motorisiert ist und vor allem über deutlich mehr Komfort verfügt. Mehr zu diesem Fahrzeug lesen sie hier.

Neuer Rettungswagen für Schramberg

Der neue RTW 3/83-2 aus Schramberg

Mit der Indienststellung des neuen Rettungswagens in Schramberg ist die Umstellung auf Koffer-RTW im Landkreis Rottweil vollendet. Abgesehen vom Oberndorfer Mehrzweckfahrzeug gibt es keinen einzigen Kasten-RTW mehr im regulären Einsatzdienst.
Das Schramberger Auto hat, bedingt durch die Tallage im Schwarzwald, Allradantrieb, was wiederum ein schwereres und zwillingsbereiftes Basisfahrzeug nötig machte. Es verfügt über einen V6-Dieselmotor mit 184 PS und Automatikgetriebe.
Die medizinische Ausstattung ist identisch mit den anderen Fahrzeugen des Landkreises. Neu hinzugekommen ist ein Spineboard zur schnellen und schonenden Rettung und zum Transport Schwerverletzter.
Im unteren Bild sehen Sie einen Größenvergleich zwischen dem "normalen" RTW aus Oberndorf und dem deutlich höheren Allrad-Fahrzeug.

Links der Oberndorfer RTW, rechts der deutlich höhere 3/83-2

Neuer Rettungswagen für Oberndorf

Der neue Oberndorfer RTW 2-83-1

In Oberndorf ist ab sofort ein neuer Koffer-RTW rund um die Uhr für die Bevölkerung im Einsatz. Das Fahrzeug leistet 150 PS und ist wie alle RTW im Landkreis mit der Möglichkeit der telemetrischen Datenübermittlung von 12-Kanal-EKGs nach Villingen in die Kardiologie ausgerüstet. Auch die übrige Ausstattung entspricht dem hohen Standard des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis Rottweil (Beatmungsgerät Oxylog 2000, zwei Perfusoren, Kapnometrie etc.).
Die Kollegen der Rettungswache Oberndorf freuen sich vor allem über den deutlich großzügigeren Innenraum, der ein bequemeres Arbeiten mit ausreichender Stehhöhe ermöglicht. Das Vorgängerfahrzeug war ein Kastenausbau und wesentlich enger als der neue RTW. Ausgemustert wird der "Alte" jedoch noch nicht: Er dient ab sofort als Ersatz-Rettungswagen, falls ein reguläres Fahrzeug beispielsweise zur Inspektion muss oder eine größere Schadenslage weitere Rettungsmittel erfordert.

 

Neue Notarzteinsatzfahrzeuge für die Rettungswachen Schramberg und Oberndorf

Das neue Oberndorfer NEF

Dem Trend zum Van als Notarzteinsatzfahrzeug folgend, rücken die Rettungsassistenten und Notärzte der Rettungswachen Schramberg und Oberndorf ab sofort jeweils mit einem Mercedes Vito aus. Die baugleichen Fahrzeuge haben 150 PS, Automatikgetriebe und Allradantrieb. Im Gegensatz zum Rottweiler NEF, das nur über Hinterradantrieb verfügt, ist die Bodenfreiheit bei den neuen Fahrzeugen deutlich höher. Sie sind trotz gleichen Radstands etwas kürzer, ohne jedoch Abstriche bei der Beladung in Kauf zu nehmen. So gibt es in beiden Autos eine große Kühlbox für kalte Infusionen an Bord, die für die "therapeutische Hypothermie nach Reanimation" benötigt werden. Auf den Fotos ist übrigens das NEF Oberndorf zu sehen.

Das neue Oberndorfer NEF

 

1. Rottweiler Notfallsymposium - Ein Bericht

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Das 1. Rottweiler Notfallsymposium, darin sind sich alle Mitwirkenden einig, war ein voller Erfolg. Verstärkt wird dieser Eindruck nicht zuletzt durch die durchweg positiven Rückmeldungen der Besucher und Aussteller der Industrieausstellung.
Der Vormittag war geprägt von fünf hochkarätigen Referenten, die teilweise weite Anfahrtstrecken in Kauf genommen haben. Dr. Martin Messelken, Anästhesist aus Göppingen und "Vater" der NADOK-Protokolle, berichtete über die Qualitätssicherung anhand der Daten, die durch die Erfassung der Protokolle erhoben werden. Im vergangenen Jahr haben sich bereits 81 % der Notarztstandorte in Baden-Württemberg daran beteiligt (www.nadok.de).
Dr. Fabian Spöhr von der Uniklinik Köln referierte über Neuigkeiten bei der Reanimation. Neben der therapeutischen Hypothermie, deren positiver Effekt durch viele Studien bestätigt wurde, behandelte er auch die Lyse im Rahmen der Reanimation. Seit einiger Zeit gehört die Reanimation nicht mehr zu den Kontraindikationen. Gleichwohl ist es immer noch eine Einzelfallentscheidung und vor allem im Rahmen der (vermuteten) Lungenembolie eine Therapieoption.
Dr. Christian Hohenstein (Kempten) berichtete in seinem launigen und kurzweiligen Vortrag über das "Critical Incident Reporting System" (www.cirs-notfallmedizin.de) über das sogenannte Risikomanagement bei Notfalleinsätzen, die naturgemäß ein hohes Risiko bergen und fehlerträchtig seien. Mit dem Critical Incident Reporting System könne die Fehlerquote deutlich gesenkt werden, die Beispiele aus der Industrie belegen.
Dr. Ralf Birkemeyer, Kardiologe aus Villingen,stellte das Herzinfarktnetzwerk Rottweil- Schwarzwald-Baar vor, das die Versorgung von Patienten mit Herzinfarkten entscheidend verbessert hat. Im Landkreis Rottweil verfügen alle Rettungswagen über die Möglichkeit, 12-Kanal-EKG-Ableitungen direkt zur Villinger Kardiologie zu faxen und so die Diagnose vor Ort und das weitere Vorgehen zu optimieren. Bestimmte EKG-Veränderungen, so die Studienlage, profitierten eindeutig von der schnellen koronaren Ballondilatation, die in Villingen rund um die Uhr durchgeführt werden kann.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Dr. Harald Genzwürker, Anästhesist aus Mannheim und ein unbestrittener Fachmann in Sachen "Critical Airwaymanagement". Die Quintessenz seines Vortrages lautete: Der Patient stirbt nicht am fehlden Tubus, sondern am fehlenden Sauerstoff! Daher sei es zwingend erforderlich, neben der Intubation Alternativen im Rettungsdienst mitzuführen. Er plädierte für den Larynxtubus der Sulzer Firma VBM (www.vmb-medical.de), der auch auf den Fahrzeugen im Landkreis Rottweil vorgehalten wird.
Der Nachmittag bestand für einen Teil der Besucher aus Workshops zu den Themen "präklinische Sonografie", Airwaymanagement und Thoraxdrainage am Schwein sowie Mega-Code-Training nach den Leitlinien des ERC 2005. Alle Teilnehmer hatten ausreichend Gelegenheit, ihre Fertigkeiten in der präklinischen Notfallmedizin zu verbessern und Dinge auszuprobieren, die im Rettungsdienstalltag eher selten vorkommen.
Gedankt sei an dieser Stelle auch den Sponsoren, ohne die die Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich gewesen wäre!
Weitere Bilder finden Sie hier.

24.07.2010

 
 
 
 
 
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RTW 1-83-2 der Lehrrettungswache Rottweil. Mehr Infos bei "Fahrzeuge".

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